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29. Stipendiatenkonzert am 28. April 2013

Zum zweiten Mal konnten wir unser Stipendiatenkonzert, Höhepunkt des alljährlichen Veranstaltungsreigens, in Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien im Kammermusiksaal in der Plathnerstraße stattfinden lassen. Rund 70 Mitglieder und Gäste des Richard Wagner-Verband Hannover erlebten einen vielfältigen und beglückenden musikalischen Spätnachmittag.

v.l.n.r. Moritz Wappler, Gordon Malerba, Jan Biring, Maxime Perrin, Stephanie Rüther, Uwe Gottswinter

In diesem Jahr werden wir sechs Stipendiaten nach Bayreuth schicken, zwei mehr als in den Jahren zuvor. Die großzügigen Vermächtnisse unserer im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Frau Waltraud Schober und Herr Dr. Jörg Kümpers ermöglichen uns die Finanzierung zweier weiterer Stipendien. Die sechs jungen Menschen bescherten dem Publikum ein Konzert von großer musikalischer Bandbreite. Zum Auftakt zeigte Gordon Malerba, Klavier und Cembalo, am Beispiel einer Canzona von Dietrich Butehude und als Begleiter einer Szene aus Monteverdis "L'incoronazione di Poppea", dass er sich auf dem Gebiet der älteren Musik ebenso sicher bewegt wie im klassischen und romantischen Repertoire, etwa im Zusammenspiel mit dem Pianisten Maxime Perrin in einer Fassung der "Coriolan"-Ouvertüre von Beethoven für Klavier zu vier Händen. Perrin nutzte eine Ballade von Chopin, sich von seiner souverän-virtuosen Seite zu zeigen, in der Szene der Waltraute aus "Götterdämmerung" war er ein aufmerksamer und sensibler Begleiter. Hier besonders, aber auch in der Szene der Ottavia zu Beginn des Konzertes und mit zwei Liedern von Richard Strauss zum Ende der ersten Konzerthälfte machte Stephanie Rüther mit ihrem ausdrucksstarken Mezzosopran mehr as neugierig auf ihre weitere Entwicklung. Ihr Stimmkollege, Tenor Uwe Gottswinter, gab mit drei Liedern von Franz Schubert und dem Lied des Steuermanns aus dem "Fliegenden Holländer" eine Kostprobe seines stimmlichen und darstellerischen Könnens. 

Moritz Wappler am Marimbaphon ließ zuerst erklingen, wie auf diesem dafür eher ungewöhnlichen Instrument auch ein Satz aus einer Mozart-Klaviersonate seine Wirkung nicht verfehlt. Den Facettenreichtum des Marimbaphons stellte er dann mit einer Originalkomposition von Jacob Druckman eindrucksvoll unter Beweis. Wie in den letzten Jahren auch, reiht sich mit Jan Biring ein angehender Musikpädagoge in den Kreis der Stipendiaten. Mit einem Vortrag über "Tristan und Isolde. Leitmotive im Unterricht, mit Musikbeispielen" machte er theoretisch und praktisch deutlich, wie die Vermittlung eines schwierigen Werkes wie "Tristan und Isolde" im aktuellen Musikunterricht funktionieren kann.

Am Ende stand begeisterter Applaus für alle, Moritz Wappler spielte als Zugabe ein kurzes Stück für Becken, ein richtiger "Rausschmeißer" nach diesem rundum gelungenen Konzert.

Christian Schütte

Bildimpressionen vom Stipendiatenkonzert 2013

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