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Die Villa Seligmann - Europäisches Zentrum für Jüdische Musik

 

Hannover verfügt über ein weltweit einmaliges Forschungsinstitut, das sich der jüdischen liturgischen Musik widmet. Im Januar dieses Jahres ist mit der Villa Seligmann an der Hohenzollernstraße, direkt gegenüber der Eilenriede, das neue Zuhause des Instituts mit zahlreicher politischer Prominenz eingeweiht worden. Gut 25 Mitglieder ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, vom "Hausherrn" selbst, Professor Andor Izsák, Gründer und Leiter des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik, eine Führung durch dieses in der Stadt wohl einmalige Gebäude zu bekommen.

Andor Izsák hat viele Jahre für den Kauf und die Renovierung des Hauses kämpfen müssen, bevor das Institut einziehen konnte. Es ist das ehemalige Wohnhaus Sigmund Seligmanns, dem Gründer der Continental, und das einzige erhaltene Gebäude repräsentativer jüdischer Wohnkultur in der Stadt. Für Izsák das einzige in Frage kommende Heim für sein Institut. Mit Beharrlichkeit, ungebrochenem Willen und viel Überzeugungskraft hat er dieses Ziel erreicht. Lebendig, anschaulich, mit Witz und Charme erklärte er die Geschichte der Familie Seligmann und die des Hauses, zeigte an einigen markanten Beispielen, wie groß der Aufwand gewesen ist, das Haus in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.

Im großen Saal, dem ehemaligen Repräsentationsraum des Hauses, steht eine ehemalige Synagogenorgel, Izsák ließ sich die Gelegenheit natürlich nicht nehmen, seine Führung mit ein paar musikalischen Beispielen anzureichern. Das hat sicher dem einen oder anderen Mitglied Lust auf mehr gemacht - regelmäßig finden inzwischen Konzerte, Lesungen und mehr in der Villa Seligmann statt. Ein Besuch dieser Veranstaltungen lohnt sich sicher.

 

Christian Schütte

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